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Das passiert, wenn Ostern und Pessach auf einen Tag fallen!

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Schalom und willkommen zurück! Wie bereits im letzten Eintrag angekündigt, sind mein Zimmergenosse und ich für den Sederabend von der Physiotherapeutin meiner Station eingeladen worden. Dieser wurde am letzten Freitag gefeiert, also unserem Karfreitag, und es ist auch kein Zufall, dass Ostern und das mit dem Sederabend eingeleitete Pessachfest zeitlich so nah beisammen liegen. Doch dazu später mehr... Die Familienfeier, zu welcher ca. zwanzig Leute erscheinen sollten, fand in Newe Jarak statt, einem kleinen Ort in 9 km Entfernung. Natürlich hatte ich vorgeschlagen, dass wir selbst mit dem Fahrrad zu der Feier fahren könnten. Sie bestand allerdings darauf, dass wir abgeholt werden , "es könnte spät werden". Im Voraus habe ich mich auch mit einer israelischen Freiwilligen aus dem Löwenstein über diese Feier unterhalten und bereits erfahren, dass der Sederabend bei jeder Familie unterschiedlich lange dauert, bei ihrer Familie aber traditionell bis ein oder zwei Uhr in der Nac...

De re publica

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Hallo ihr da draußen, der ein oder andere von euch wird es schon mitbekommen haben: Am letzten Dienstag waren hierzulande wieder einmal Wahlen. Die Israelis wählen traditionell an diesem Wochentag, vermutlich gilt Wählen als Arbeit und darf somit nicht am Schabbat stattfinden. An dem Wahltag ruht bei vielen die Arbeit, so auch bei uns. Der aufmerksame Leser erinnert sich, dass Ende Oktober bereits Kommunalwahlen waren. Damals sind wir zum Toten Meer gefahren und auch dieses Mal stand ein touristisches Highlight auf dem Plan: die Festung Masada. Masada befindet sich auf einem Felsplateau in der jüdäischen Wüste mit Blick auf das Tote Meer. König Herodes erkannte die strategische Lage und baute das Plateau zu einem Zufluchtsort vor innen- und außenpolitischen Gegnern aus. Die Festung ist Ort einer Tragödie: Judäa wurde im Jahr 6 n. Chr. von den Römern annektiert, woraufhin sich über 900 Menschen auf Masada zurückzogen und den Besatzern Widerstand leisteten. Die Römer errichteten ...

Das Gefühl, ganz klein zu sein

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Schalom! Vergangenes Wochenende war wieder Reisezeit: Diesmal ging es mit einer größeren Gruppe (von ursprünglich acht Leuten blieben schließlich noch sechs, aber immerhin) zum Wandern und Campen nach Mitzpe Ramon. Dieser Ort liegt mitten in der Wüste Negev und am Rande des größten Erosionskraters der Welt, dem Ramon-Krater oder "Machtesch Ramon", wie er auf Hebräisch heißt. Am Freitagmorgen sind wir mit dem Bus aufgebrochen, mussten einmal in Be'er Scheva umsteigen und waren nach ca. 4-5 Stunden eindrucksvoller Fahrt durch die Wüste in Mitzpe Ramon angekommen. Und welcher Ausblick uns dort erwarten sollte: Die Sicht reicht kilometerweit in den gewaltigen Krater. Über dir der wolkenlose Himmel, dessen Blau mit dem Ocker der Wüste am fernen Horizont im Dunst verschwimmt. Weit unter dir, klein wie Ameisen, gläubige Juden im Tallit, die eben noch laut auf Jiddisch diskutierend an dir vorbeigezogen sind; und da merkst du, wie klein du selbst bist, ein kleiner Mensch ...

Über ein Thema, das zu komplex ist, um es in einem Blogeintrag auch nur anzureißen

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Und damit "Hallo zurück" auf meinem Blog! Am vorletzten Donnerstag war mein echter erster Seminartag, wenn man das Vorbereitungs- und das Ankunftsseminar nicht mitzählt, die ja beide den Freiwilligendienst an sich als Thema hatten. Nein, an diesem Donnerstag drehte sich alles um den israelisch-palästinensischen Konflikt. Ich will versuchen zu beschreiben, was ich erlebt und gelernt habe und bemühe mich um eine möglichst authentische Darstellung. Das wird nicht immer möglich sein, es wird sich bestimmt auch der ein oder andere Fehler einschleichen, aber ich möchte euch trotzdem einige Aspekte dieses so komplexen Konfliktes darstellen! Nun, es begann mit einer Mail, die uns am vorausgegangenen Samstagabend erreichte und das baldige Seminar verkündete. Ursprünglich war dieses für Mai angesetzt - der Seminarplan, der uns anfangs zur Planung gegeben wurde, ist aber inzwischen vollständig verworfen und beinhaltete laut Koordinatorin wörtlich "willkürliche" Termine. Ei...

Alte Steine

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Schalom! Letzten Freitag war wieder Reisezeit! Schon lange war geplant, die Ruinen der antiken Stadt Skythopolis zu besichtigen. Diese trägt heute den Namen "Bet Sche'an", liegt in der Jordansenke und ca. zweieinhalb Stunden Busfahrt von uns entfernt. Zwei meiner Mitbewohnerinnen und ich entschlossen uns dazu, die kleine Fahrt anzutreten, obwohl nicht das beste Wetter gemeldet war. Ehrlich gesagt wurde uns auf der Arbeit sogar zu einem Wochenende zu Hause geraten; der Wetterbericht prognostizierte uns zwar keinen Regen, aber eine dicke Wolkendecke. Trotzdem brachen wir um halb acht von zu Hause auf, und wir sollten nicht enttäuscht werden! Als wir nach der Fahrt inklusive einem Umstieg Bet Sche'an schließlich erreichten, schien tatsächlich die Sonne und ich konnte eine von zwei Jacken ausziehen - welch unverhofftes Glück! Nicht nur der Wettergott, auch der Kassierer war sehr umsichtig mit uns drei jugendlichen Reisenden: Er bot uns bezüglich der Eintrittskosten ein...

Pokalfinale

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Liebe Leute, ziemlich spontan und überraschend durfte ich gestern bei einem sportlichen Event zu Gast sein. Nachdem eine Mitbewohnerin und Freundin von einem überregionalen Volleyballmatch erzählte, das gestern in unserem Ort Ra'anana ausgetragen wurde und zu welchem auch einige ihrer Freunde sogar aus Haifa anreisten, schloss ich mich kurzerhand der Gruppe an. Ich habe mit Volleyball herzlich wenig am Hut und es nur ein paar Mal "amateurhaft" (will heißen: mit wenig Erfolg) ausprobiert, aber man soll ja offen sein für Neues und außerdem war der Eintritt frei. Warum also nicht? Um acht Uhr abends sollte das Spiel dann beginnen, zunächst spielten sich die Volleyballerinnen allerdings erst warm. Ja, Volleyballer innen , es handelte sich bei dem Match nämlich um das israelische Pokalfinale im Damenvolleyball, zu hebräisch "Kadur'aff" (Kadur heißt Ball, aff kommt von dem hebräischen Wort für fliegen). Es spielten Maccabi Haifa gegen Hapo'el Kfar Saba; Kf...

Advent im Februar?

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Liebe Freunde, schon wieder sind fast zwei Wochen seit meinem letzten Beitrag vergangen - die Zeit, wo fliegt sie nur hin? Über die Bedeutung des kryptischen Titels möchte ich euch nicht länger rätseln lassen, Folgendes hat sich zugetragen: Wie ich bereits einige Male erwähnt habe, wird Advent und Weihnachten in Israel nur an einer Handvoll Orte (Wadi Nisnas in Haifa, Nazareth, einige Jerusalemer Viertel) gefeiert, und auch dort nicht in einem solchen Ausmaß wie in Deutschland. Meine Mitbewohner und ich wollten allerdings trotzdem nicht auf einige Traditionen und Bräuche verzichten, was sich vor allem kulinarisch zeigte: Vor Weihnachten backten wir Plätzchen, Stollen, außerdem gab es Bratäpfel und Glühwein. (Auch wenn es sich falsch anhört: "Wir backten" ist laut Duden tatsächlich die korrekte Form des Verbes "backen" im Präteritum, "wir buken" ist veraltet!) Wie dem auch sei, aus diesem Grund hat auch meine liebe Familie in Deutschland ein Päckchen ...

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